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Rheinische Kirche: Kampf gegen Armut verstärken

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland fordert Bund, Länder und Kommunen auf, mehr gegen Armut zu tun. In einem reichen Land wie Deutschland sei Armut eine „strukturelle Verletzung von Menschenwürde und Teilhabe“, erklärte das Kirchenparlament am Montag in Bonn. Politik müsse zudem soziale Infrastruktur langfristig finanzieren, bezahlbaren Wohnraum sichern sowie armutsfeste Regelsätze und existenzsicherende Löhne gewährleisten. Ein Fokus müsse besonders auf Kinder- und Altersarmut gelegt werden.

Die rund 180 Abgeordneten empfehlen Kirche und Diakonie, die eigenen Angebote „armutssensibel zu gestalten“. Dabei gehe es um die Themen Gebühren, Zugang, Sprache und Orte. Auch sollten Menschen mit Armutserfahrung an der Planung und Auswertung kirchlichen Handelns beteiligt werden. Des Weiteren fordern die Synodalen eine Kampagne zum Thema Armut in diesem Jahr. Möglichst in Zusammenarbeit mit der Diakonie RWL solle so auf das Thema im politischen Diskurs bei Wahlen oder politischen Entscheidungsprozessen aufmerksam gemacht werden.