Die Gesamtprogrammleiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis, Theresa Winkler, wirbt für kontroverse und respektvolle Diskussionen über unterschiedliche Perspektiven. „Unser zentrales Anliegen ist es, einen Raum für einen offenen, respektvollen Austausch zu schaffen, aufeinander zuzugehen und einander zuzuhören“, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dabei sollten sich alle wohlfühlen. Die 47. Ausgabe des Festivals läuft noch bis einschließlich Sonntag, am Samstagabend findet die Preisverleihung in Saarbrücken statt.
„Die Filme in diesem Jahrgang sind sehr mutig und offen in ihrer Form“, betonte Winkler. Sie zeigten einen sehr nahen, persönlichen Zugang und verhandelten dabei Themen wie etwa den Klimawandel, Machtstrukturen, Männlichkeitsbilder in allen Facetten, sexualisierte Gewalt oder die Frage, wie man miteinander leben möchte. „Uns ist dabei wichtig, dass die Filme Empathie erzeugen und Ambivalenzen zulassen“, erläuterte die Gesamtprogrammleiterin. „Sie zeigen Menschen in ihrer Unvollkommenheit und genau darin liegt auch die Stärke: Eine Entwicklung entsteht dort, wo Widersprüche sichtbar werden.“
„Gerade in einer Branche, die stark von Außenwirkung geprägt ist, tragen wir gemeinsam Verantwortung dafür, Strukturen fairer und solidarischer zu gestalten“, betonte Winkler. „Es ist wichtig, Banden zu bilden, um etwas zu verändern, und dazu haben wir hier beim Festival eine große Chance.“
Dementsprechend ist es dem Festivalteam laut Winkler ein großes Anliegen, Filmschaffende nicht nur während der Festivalwoche, sondern über das Jahr hinweg zu unterstützen. „Wir vernetzen aktiv, sind auf anderen Festivals unterwegs und bringen die Filmteams mit Verleiher:innen in Kontakt“, betonte sie. Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist eines der größten und wichtigsten Foren für deutschsprachige Nachwuchsfilmschaffende.