Das Land Nordrhein-Westfalen streicht die finanzielle Förderung von Kinderwunschbehandlungen. Das habe die Landesregierung als Reaktion auf gekürzte Fördermittel des Bundes entschieden, bestätigte eine Sprecherin des NRW-Familienministeriums dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch in Düsseldorf. Das entsprechende Portal für die Anträge ist nicht mehr geöffnet. Zunächst hatte die „Neue Westfälische“ berichtet.
Der Bund und viele Bundesländer fördern ungewollt kinderlose Paare unter bestimmten Voraussetzungen bei künstlichen Befruchtungen, weil die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür seit 2004 nur noch zu 50 Prozent tragen. Eine Sprecherin des NRW-Familienministeriums erklärte, ohne vorherige Absprache mit den Ländern habe der Bund angekündigt, seine Fördermittel für 2024 massiv zu kürzen. „Es ist dem Land nicht möglich, die fehlenden Bundesmittel zu kompensieren.“ Die Landesregierung sei sich darüber bewusst, dass der Schritt viele Interessierte enttäusche.