Die Zahl der Asylerstanträge hat sich in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2024 und 2025 mehr als halbiert. Wie das Schweriner Innenministerium am Freitag mitteilte, wurden im vergangenen Jahr bislang 2.312 neue Asylanträge registriert, während es 2024 noch 4.788 waren. Damit setze sich der seit Ende 2023 erkennbare Rückgang fort, hieß es. 2023 gab es noch 6.154 Asylerstanträge im Nordosten.
Die Zahl der Geflüchteten, die sich derzeit in einem laufenden Asylverfahren befinden, sank laut Ministerium deutlich von 8.663 im Jahr 2023 auf 3.790 im Jahr 2025. Ende 2025 hatten rund 3.800 abgelehnte und damit ausreisepflichtige Asylbewerber eine Duldung, ein Jahr zuvor waren es rund 3.500.
Die aktuellen Zugangszahlen im Bereich Asyl und Flucht zeigten, „dass sich die Lage in unserem Land spürbar entspannt hat“, sagte Innenminister Christian Pegel (SPD) laut Mitteilung. Das liege auch an den Grenzkontrollen. Die Zahl der Geflüchteten, die aus der landeseigenen Erstaufnahmeeinrichtung auf die Kommunen verteilt wurden, sei deutlich gesunken. Nach einem Höchststand von 6.417 Menschen im Jahr 2023 waren es 2024 noch 4.040. Im Jahr 2025 wurden bislang 1.915 Personen verteilt. Parallel dazu habe sich die Auslastung der Gemeinschaftsunterkünfte deutlich entspannt.
Die Verantwortung des Landes bei der Aufnahme ukrainischer Kriegsvertriebener bleibe unverändert, hieß es. Deren Zahl sei in Mecklenburg-Vorpommern spürbar langsamer angestiegen, von rund 22.000 Ende 2022 auf etwa 28.600 Personen zum Jahresende 2025.