Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine Belastung der jungen Generation durch den geplanten neuen Wehrdienst anerkannt. Er wisse, „dass wir als Bundesregierung auch und gerade den jungen Menschen in diesem Land mit diesem Wehrdienstgesetz etwas abverlangen“, sagte er in der Generaldebatte im Bundestag. Zugleich unterstrich Merz, dass es Frieden und Freiheit „nicht umsonst“ gebe und Verteidigung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei.
Junge Menschen in Deutschland seien „in einer besonderen und in einer sehr fordernden Situation“, urteilte der Kanzler. Einerseits seien sie „in einen historisch beispiellosen Wohlstand“ und eine „historisch beispiellose Welt der Möglichkeiten“ hineingeboren worden. „Dieser Generation stehen so viele Türen offen wie keiner Generation zuvor“, sagte Merz. „Aber gleichzeitig hat sich der geopolitische Horizont verdunkelt.“
