Artikel teilen:

Krankenkasse fordert geringere Medikamentenpreise

In Mecklenburg-Vorpommern könnte die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) jährlich rund 91,7 Millionen Euro an Arzneimittelausgaben einsparen, wenn die Preise für die 30 umsatzstärksten Medikamente niedriger wären. Das zeigt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK), wie die TK am Donnerstag in Schwerin informierte. Bundesweit ließen sich dadurch pro Jahr rund 4,37 Milliarden Euro an Arzneimittelausgaben sparen. „Eine gute Versorgung braucht wirksame Medikamente, aber die Preise dürfen nicht aus dem Ruder laufen“, erklärte Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung MV. „Im Vergleich zu anderen Industriestaaten wie Japan, Südkorea oder Norwegen zahlen wir deutlich mehr für dieselben Medikamente.“

Laut TK erreichten die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen 2024 mit über 55 Milliarden Euro einen Rekordwert. Insbesondere patentgeschützte Medikamente ließen die Kosten weiter ansteigen, hieß es. Obwohl die patentgeschützten Arzneimittel nur rund 7 Prozent der ausgegebenen Packungen ausmachten, seien sie für nahezu 54 Prozent der Gesamtausgaben verantwortlich.