Schädlich, irreführend und eine Gefahr für die Einheit: So bezeichnen Kirchenvertreter im Heiligen Land den “christlichen Zionismus” – und warnen vor Konsequenzen für das christliche Leben vor Ort.
Führende Kirchenvertreter in Israel haben vor “christlichem Zionismus” in der Region gewarnt. Eine schädliche Ideologie wie diese führe die Öffentlichkeit in die Irre, stifte Verwirrung und gefährde die “Einheit unserer Herde”, hieß es in einer am Wochenende veröffentlichten Erklärung.
Die Patriarchen und Kirchenvertreter verwiesen auf “Aktivitäten von Einzelpersonen vor Ort”, ohne jedoch konkrete Vorfälle zu nennen. Das würde jedoch “Anklang bei bestimmten politischen Akteuren in Israel und darüber hinaus finden, die eine politische Agenda verfolgen”. Das sei besorgniserregend.
Auch sei ein solches Vorgehen eine Einmischung in das innere Leben der Kirchen und missachte die den Patriarchen und offiziellen Kirchenvertretern in Jerusalem obliegende pastorale Verantwortung, hieß es weiter. Sie alleine würden die Kirchen und ihre Gläubigen in allen Angelegenheiten des christlichen religiösen, gemeinschaftlichen und pastoralen Lebens im Heiligen Land vertreten.
Mit Blick auf die Zukunft warnten die Unterzeichner außerdem: Die Bestrebungen könnten die christliche Präsenz im Heiligen Land und im gesamten Nahen Osten beeinträchtigen.