Verband sieht Chancen: Katholische Unternehmer unterstützen die geplante Aktivrente, die Ältere länger im Job halten soll. Warum der BKU zugleich junge Erwachsene stärker fördern will.
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) hat den Gesetzesentwurf zur neuen Aktivrente begrüßt. “Die vorgesehene steuerliche Entlastung kann dazu beitragen, das Potenzial erfahrener Arbeitnehmer länger für den Arbeitsmarkt zu erhalten und damit das Problem des anhaltenden Fachkräftemangels der Unternehmen in Deutschland abzumildern”, teilten die Unternehmer am Montag in Köln mit. Mit dem Modell Aktivrente will die neue Bundesregierung Beschäftigte motivieren, über das Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten.
Ergänzend forderte der BKU eine ähnliche Regelung für junge Erwachsene. “Eine entsprechende steuerliche Förderung – beispielsweise bis zum 25. Lebensjahr – könnte Anreize für eine frühe Arbeitsaufnahme oder eine rasche Beendigung des Studiums schaffen.” Es sei nicht einzusehen, dass nur für die ältere Generation Anreize geschaffen und ausschließlich diese steuerlich gefördert würden.
Der Bund Katholischer Unternehmer wurde 1949 gegründet und zählt 2025 nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Mitglieder, darunter Firmeninhaber, Unternehmer, Selbstständige und Führungskräfte. Er ist bundesweit in 30 Gruppen organisiert. In seinen Arbeitskreisen sollen Konzepte zu Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie werteorientierter Führung erarbeitet werden. Der BKU versteht sich ausdrücklich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.