Die Alexander-Otto-Sportstiftung fördert im Vorwege von Hamburgs eventueller Olympia-Bewerbung 104 Projekte in 104 Stadtteilen. Hamburger Vereine und Schulen können sich um Fördermittel für Sportprojekte bewerben, wie die Stadt Hamburg am Donnerstag mitteilte. In der Summe vergibt die Stiftung eine Million Euro, dabei unterstützt sie jedes Projekt mit bis zu maximal 20.000 Euro.
Mit der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele verbindet Hamburg laut Sportsenator Andy Grote (SPD) das Ziel, „in den kommenden Jahren eine olympische Generation aktiver und sportbegeisterter junger Menschen in Hamburg aufwachsen zu sehen“. Der Aufruf der Stiftung erfolgt nach Angaben der Stadt, um diesem Ziel näherzukommen und in den Stadtteilen die „Begeisterung für eine starke Sport- und Bewegungsoffensive zu wecken“.
Die Vergabe der Fördermittel erfolge bis zum Tag des Bürgerschafts-Referendums am 31. Mai nach Eignung und Eingang der Bewerbungen. Die Umsetzung der Projekte müsse bis Jahresende erfolgen.
Förderfähig seien etwa Investitionen in Sport-Infrastruktur und ihre Renovierung, Trainings, Sportkurse und Bewegungsangebote, Trainerstunden und Honorare, Fort- und Weiterbildungen für Lehrer, Trainer und Schiedsrichter, Sportkleidung und -ausrüstung sowie Trainingslager und Fahrten zu Wettkämpfen. Maßgeblich zu der Fördersumme hätten viele Hamburger Spenderinnen und Spender insbesondere aus der Wirtschaft beigetragen, hieß es.
Hamburg will sich – wie auch Berlin, München und die Region Rhein-Ruhr – um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Voraussichtlich im Herbst will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sich festlegen, welches Konzept für die Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 beim International Olympic Committee (IOC) eingereicht werden soll. Zuvor ist in Hamburg am 31. Mai das Referendum geplant, bei dem die Hamburgerinnen und Hamburger darüber abstimmen können, ob die Stadt sich bewerben soll.