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GEW fordert 1.500 zusätzliche Lehrkräfte für Baden-Württemberg

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat von der nächsten Landesregierung mindestens 1.500 zusätzliche Lehrerstellen für Schulen in Baden-Württemberg gefordert. Die erfolgreiche Ausbildung der fast 1,5 Millionen Schüler zwischen Main und Bodensee brauche mehr Zeit, erklärten die Experten des landesweiten Bildungskongresses „Zukunftsschule 2041“ laut Pressemitteilung am Samstag in Karlsruhe. „Es muss ein Ende haben, dass an vielen unserer Schulen Jahr für Jahr jongliert wird, damit Unterricht überhaupt stattfinden kann“, sagte GEW-Landesvorsitzende Monika Stein. Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg finden am 8. März statt.

Laut GEW seien die 1.500 zusätzlichen Stellen nötig für „guten Ganztag, individuelle Förderung in jeder Schulart, funktionierende Inklusion und viele andere Bildungsreformen, die derzeit auf dem Abstellgleis stehen“. In erfolgreichen Bildungssystemen hätten Lehrkräfte mehr Zeit, um auch außerhalb des Unterrichts mit den Kindern zu arbeiten, sagte Professor Andreas Schleicher, OECD-Bildungsdirektor aus Paris, bei dem Kongress in Karlsruhe: “Gute Bildung ist Beziehungsarbeit.”

Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes sollen die Schülerzahlen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2035 auf 1,624 Millionen ansteigen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist nach eigenen Angaben mit 51.000 Mitgliedern die größte bildungspolitische Interessenvertretung zwischen Main und Bodensee. (0123/17.01.2026)