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EVP-Chef Weber will einen EU-Präsidenten

Tiefgreifende Reform der EU-Spitze – EVP-Chef Weber hält die Einführung des Amtes eines EU-Präsidenten für den richtigen Schritt zu mehr Einigkeit im Staatenbund. Dafür müssten zwei bisherige Ämter verschmelzen.

Der Chef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, plädiert für die Einführung eines neuen Amtes: das des EU-Präsidenten. Dafür sollten nach der nächsten Europawahl im Frühjahr 2029 das Amt von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und des Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, zusammengeführt werden, sagte Weber dem “Spiegel”.

Ein solches Amt sei “ein starkes europäisches Gesicht”, so der EVP-Partei- und Fraktionsvorsitzende. Davon verspreche er sich ein einstimmigeres Auftreten des Staatenbundes, auch gegenüber den USA. “Wir müssen aufhören, jeden Tweet aus Washington zu kommentieren, und endlich europäisch führen”, betonte der CSU-Politiker.