In Deutschland werden immer mehr Fälle von chronischen Erkrankungen registriert: 2024 gaben rund 54 Prozent der Erwachsenen an, ein lange andauerndes Gesundheitsproblem zu haben. Das geht aus einer Analyse des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen hervor, über die das Nachrichtenportal Table Media berichtet. 2014 waren es demnach 16 Prozent weniger.
Die Auswertung des Verbands basiert den Angaben zufolge auf Daten des Robert-Koch-Instituts. Vor allem bei älteren Menschen sei der Anteil chronisch Kranker hoch. Bei den über 80-Jährigen liege er bei 73 Prozent.
Unerkannte Erkrankungen: häufiger diagnostiziert und behandelt
Der Anstieg hängt laut den Experten auch damit zusammen, dass zuvor unerkannte Erkrankungen häufiger diagnostiziert und behandelt würden. Ein Beispiel sei Niereninsuffizienz. Eine Ausnahme stelle die koronare Herzkrankheit dar, die seit 2015 um 4,3 Prozent seltener diagnostiziert werde. Dies hänge mit einem veränderten Lebensstil vieler Menschen zusammen. Autoimmunerkrankungen und chronische Infektionen wurden in der Übersicht nicht berücksichtigt.
