Auch in diesem Jahr werden in Bayern Medizin-Studienplätze über die Quote für Landärzte und Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) vergeben. Die Bewerbungsphase startet am 1. Februar, wie Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) am Freitag in München mitteilte.
Bei der Auswahl der Kandidaten spielt die Abiturnote keine Rolle, wie es hieß. Stattdessen gehe es um die persönliche Eignung, die in einem zweistufigen Verfahren überprüft wird. Nachgewiesen werden kann sie durch den Test für medizinische Studiengänge, eine vorhandene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf oder ehrenamtliches Engagement etwa im Rettungsdienst oder bei Wohlfahrtsverbänden.
Wer einen dieser Studienplätze bekommt, verpflichtet sich, nach Studium und fachärztlicher Weiterbildung mindestens zehn Jahre als Hausarzt oder Kinderarzt in einer Region zu arbeiten, die unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist. Für Studierende auf ÖGD-Quote gilt das Gleiche. Dabei sind die Ärzte im ÖGD vorwiegend bei Gesundheitsämtern beschäftigt.
Die Studienplätze über die Quoten gibt es seit 2020. Seither haben sich laut Ministerium für das Studium über die Landarztquote bisher rund 750 und über die ÖGD-Quote insgesamt 83 junge Menschen entschieden. Die ersten Hausärzte werden voraussichtlich 2031 ihre Arbeit aufnehmen, die ersten ÖGD-Absolventen voraussichtlich 2029.
Interessenten können sich online unter www.landarztquote.bayern.de informieren und bewerben. Bewerbungsschluss beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist am 28. Februar. (0300/30.01.2026)