Der Tourismus in Berlin nimmt ab – die Museumsbesuche nicht. Bei den Jahreskarten gab es sogar ein Plus.
Mit rund 3,6 Millionen Besuchen im vergangenen Jahr haben die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ihr Niveau halten und teils verbessern können. “3,6 Millionen Besuche sind ein großartiges Ergebnis. Sonderausstellungen hatten hier einen entscheidenden Effekt, trotz der sinkenden Tourismuszahlen”, sagte die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Marion Ackermann, am Donnerstag in Berlin.
Im vergangenen Jahr wurden rund 40.000 Jahreskarten verkauft – 2.000 mehr als im Jahr zuvor. Am häufigsten wurden Jahreskarten für den Besuch der Neuen Nationalgalerie genutzt, gefolgt von der Gemäldegalerie, der Alten Nationalgalerie und dem Hamburger Bahnhof.
Die Neue Nationalgalerie war im vergangenen Jahr das bestbesuchte Haus der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und mit 608.000 Besuchen das am stärksten frequentierte Kunstmuseum in Berlin und Deutschland; die Einrichtung zählte etwa 47.000 Besuche mehr als im Vorjahr. Noch größer war der Zuwachs beim Hamburger Bahnhof, der 48.900 Besuche zusätzlich verzeichnete, insgesamt 445.000. Das besucherreichste Haus auf der Museumsinsel war das Neue Museum mit knapp 520.000 Gästen.