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Auswärtiges Amt verurteilt Zerstörung von UNRWA-Hauptquartier

Das UN-Palästinenserhilfswerk ist Israel seit langem ein Dorn im Auge. Einsatzkräfte haben mit der Zerstörung eines Hauptquartiers in Ost-Jerusalem begonnen. Kritik daran reißt nicht ab.

 Das Auswärtige Amt hat die Zerstörung der Zentrale des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA in Ost-Jerusalem verurteilt. Die Liegenschaften der Vereinten Nationen seien unverletzlich, erklärte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin. Ohne Einverständnis der UN dürften sie nicht betreten und untersucht werden.

Am Dienstag sind israelische Polizeikräfte in das Hauptquartier des UN-Palästinenserhilfswerks in Ost-Jerusalem eingedrungen. Israelische und palästinensische Medien berichteten, sie hätten dort mit der Zerstörung begonnen. Israel wirft dem Hilfswerk vor, dass einige der Mitarbeiter an Terroraktivitäten der islamistischen Hamas beteiligt gewesen seien.

Bereits am Dienstag hatte Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) das Vorgehen scharf kritisiert. Die Zerstörung der Zentrale sei eine weitere Eskalation und äußerst besorgniserregend, so Alabali Radovan. Die israelische Regierung setze damit ihre Bemühungen fort, das Hilfswerk handlungsunfähig zu machen. Dabei sei die Organisation für die Versorgung der palästinensischen Flüchtlinge unverzichtbar – in Gaza wie auch in der gesamten Region.