Mit Blick auf den 150. Geburtstag der Worpsweder Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) zeigt das Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude bei Bremen frühe und bislang selten präsentierte Landschaftsstudien der Malerin, die zu den Vorreiterinnen der Moderne in Deutschland zählt. Vom 8. Februar bis zum 24. Mai sind den Angaben zufolge in einer Sonderausstellung aus diesem Genre 32 Arbeiten in Fischerhude zu sehen.
„Die Landschaften stehen am Beginn der nur zehnjährigen Schaffenszeit der Künstlerin“, teilte das Museum mit. Sie habe Landschaften wie Figuren in einfachen, großen Formen erfasst, heißt es in einer Vorschau auf die monografische Präsentation mit Leihgaben unter anderem der Paula Modersohn-Becker Stiftung und des Bremer Paula Modersohn-Becker Museums. Modersohn-Becker „malte gewissermaßen alles als beseeltes Stillleben“.
Paula Modersohn-Becker gilt als Pionierin des Expressionismus. Zu Lebzeiten noch verkannt, sind ihre Arbeiten mittlerweile weltweit anerkannt. Am 8. Februar 1876 wurde sie in Dresden geboren, am 20. November 1907 starb sie im Alter von nur 31 Jahren in Worpswede bei Bremen wenige Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde an einer Embolie. Zwei letzte Worte von ihr sind überliefert: „Wie schade.“