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Youtube lockert Werbe-Regeln bei Videos zu Abtreibung und Suizid

Bislang können Content Creator mit Videos über besonders umstrittene Themen auf Youtube kein Geld verdienen. Nun lockert die Plattform die Vorgaben. In einigen Punkten bleibt der Konzern aber hart.

Die Videoplattform Youtube lockert ihre Werbe-Regeln für Themen wie Abtreibung, Selbstverletzung und Suizid. Wie das Unternehmen mitteilte, soll Werbung künftig unter bestimmten Umständen auch bei Videos erlaubt sein, die sich mit kontroversen, sensiblen Inhalten beschäftigen.

Bisher durften selbst jene Clips, die Themen wie Schwangerschaftsabbrüche oder Suizid journalistisch, fiktional oder nur als Randaspekt behandelten, nicht mit Reklame versehen werden. Hintergrund der Vorgaben sind Bedenken vieler Unternehmen, die ihre Werbung nicht mit umstrittenen Themen in Zusammenhang bringen wollen.

Etlichen Video-Erstellern wurde es so erschwert, mit ihren Inhalten Geld zu verdienen – darunter auch Journalisten, die zu kontroversen Themen recherchierten. Jetzt soll Werbung in solchen Fällen möglich sein. Einschränkungen bleiben jedoch: Die Darstellung darf nicht allzu drastisch ausfallen. Videos, die sich – egal, auf welche Weise – mit Kindesmissbrauch oder Essstörungen beschäftigen, sind weiterhin vom Werbesystem ausgeschlossen.

Die Änderungen seien auf das Feedback der Content Creator zurückzuführen, erklärte Youtubes Monetarisierungschef Conor Kavanagh. Man habe festgestellt, dass die bisherigen Richtlinien zu streng gewesen seien.