US-Präsident Trump schert weiter aus der Gemeinschaft kooperierender Staaten aus. Die Vereinten Nationen äußern Bedauern – und müssen um einen beträchtlichen Teil ihres Haushalts fürchten.
Nach der Ankündigung der US-Regierung, sich aus einer Reihe von internationalen Organisationen zurückzuziehen, hat UN-Generalsekretär António Guterres Bedauern über diesen Schritt geäußert. Alle Einrichtungen der Vereinten Nationen seien entschlossen, die ihnen erteilten Mandate weiter zu erfüllen, erklärte ein Sprecher am Donnerstag in New York und unterstrich: “Die Vereinten Nationen haben die Verantwortung, für diejenigen zu sorgen, die auf uns angewiesen sind.”
UN-Sprecher Stéphane Dujarric betonte, die von der Generalversammlung festgelegten Beiträge für die Arbeit der Vereinten Nationen stellten eine rechtliche Verpflichtung gemäß der Charta der Vereinten Nationen für alle Mitgliedstaaten dar, einschließlich der Vereinigten Staaten.
Für den UN-Haushalt im vergangenen Jahr, der auf 3,72 Milliarden US-Dollar veranschlagt war, sollten die USA 22 Prozent beisteuern, etwa 820 Millionen Dollar. Zusammen mit nicht gezahlten Beiträgen aus früheren Jahren summierten sich die Schulden der US-Regierung nach Angaben der Vereinten Nationen auf rund 1,5 Milliarden Dollar. Hinzu kommen Ausgaben für die UN-Friedensmissionen.
US-Präsident Trump hatte Mittwoch den Rückzug aus 66 internationalen Organisationen, Behörden und Kommissionen angeordnet, die seiner Auffassung nach “den Interessen der Vereinigten Staaten zuwiderlaufen”. Dazu zählen 31 UN-Organisationen, unter anderem solche, die sich um globale Lösungen auf den Gebieten Klima, Meeres- und Umweltschutz, Entwicklung, Friedensarbeit, Demokratie, Bildung und Gleichberechtigung bemühen. Schon vorher hatte er den Austritt aus der UN-Kulturorganisation Unesco, der Weltgesundheitsorganisation und dem Pariser Klimaabkommen angekündigt.