Der Umweltverband BUND will erreichen, dass Tiere und Pflanzen an der Oberweser bessere Lebensbedingungen vorfinden. Im Rahmen des jetzt gestarteten Projekts „Oberweser-Auen“ werde auf drei Flächen entlang des Flusses die Renaturierung von Auen vorangebracht, teilte der BUND Niedersachsen am Dienstag mit. Das Vorhaben hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird im Programm „Blaues Band Deutschland“ durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert.
Nur knapp neun Prozent der Flussauen in Deutschland sind dem BUND zufolge ökologisch intakt, im Einzugsgebiet der Weser sind es sogar nur zwei Prozent. Wie an zahlreichen Fließgewässern fehlten auch an der Oberweser unversehrte Auenlebensräume. Dazu zählten naturnahe Zuflüsse, Auengewässer, Feuchtwiesen und Auwälder.
Konkret sollen im Rahmen des Projekts Weser-Auen wieder vernässt werden – etwa durch den Bau von Flutrinnen oder den Rückbau von Dämmen. Projektregionen sind den Angaben zufolge in Niedersachsen die Samtgemeinde Bevern im Kreis Holzminden sowie in Nordrhein-Westfalen die Gemeinde Kalletal im Kreis Lippe und Porta Westfalica im Kreis Minden-Lübbecke.