Umweltminister ist gegen neuen Gentechnik-Vorschlag der EU

Die EU will die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel lockern. Umweltminister Schneider widerspricht und betont die Bedeutung von Transparenz und Wahlfreiheit beim Einkauf.
Umweltminister ist gegen neuen Gentechnik-Vorschlag der EU
Bundesumweltminister Carsten Schneider lehnt eine Lockerung der Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel ab
Imago/ Becker&Bredel
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) beharrt auf der Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel. Einem anderslautenden Vorschlag der Europäischen Union werde Deutschland nicht zustimmen, sagte er in der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv. „Wahlfreiheit ist entscheidend“, erklärte er und fügte hinzu: „Dann muss ich auch wissen, als Verbraucher, ist das gentechnisch verändert oder nicht?“ Der Anfang Dezember vorgestellte EU-Vorschlag sehe diese Kennzeichnungspflicht aber nicht vor.

Gentechnik-Vorschlag noch in der Abstimmung

Die Bundesregierung sei noch in der Abstimmung, eine Zustimmung werde es aber nicht geben, hob Schneider hervor. Der EU-Vorschlag, dem das Europaparlament und die Mitgliedsstaaten noch zustimmen müssen, sieht vor, nicht mehr alle gentechnisch veränderten Lebensmittel verpflichtend zu kennzeichnen. Bei modernen Verfahren wie der Genschere Crispr-Cas soll die Kennzeichnungspflicht im Handel beispielsweise entfallen.

👋 Unser Social Media