Umfrage: Zwei von drei Deutschen fühlen sich gestresst

Der eigene Anspruch, Schule, Studium, Beruf und die weltpolitische Lage: Laut der Befragung einer Krankenkasse fühlen sich die meisten Deutschen gestresst – und der Stress nimmt zu.
Umfrage: Zwei von drei Deutschen fühlen sich gestresst
Die Prognose der Bevölkerungsentwicklung wurde aufgrund neuer Daten korrigiert
Imago / Jochen Tack
Die Deutschen leiden unter Stress. Zwei Drittel der Menschen in Deutschland fühlen sich in ihrem Alltag oder Berufsleben häufig oder manchmal gestresst. Das geht aus dem veröffentlichten vierten Stressreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Dabei hat das Stressempfinden in den vergangenen zehn Jahren laut Report deutlich zugenommen. 26 Prozent der Befragten fühlen sich selten gestresst. Während etwas Stress zum Leben dazugehöre, sei chronischer Stress ein Risikofaktor für psychische und physische Erkrankungen, sagte TK-Chef Jens Baas. So haben Menschen, die häufig oder manchmal gestresst sind, laut TK-Bericht mehr gesundheitliche Probleme. Sie leiden vermehrt unter Verspannungen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen oder Gereiztheit.

Hauptstressfaktor: der eigene, hohe Anspruch

Hauptstressfaktor ist laut Befragung dabei der eigene, hohe Anspruch. An zweiter Stelle folgen Schule, Studium oder Beruf. An dritter Stelle steht Stress durch politische oder gesellschaftliche Probleme. Hier belasten die Befragten vor allem Kriege und internationale Konflikte - für die Mehrheit ist das stark oder stark belastend. An vierter Stelle folgt die Angst vor politischer Polarisierung. Um Stress abzubauen, verbringen acht von zehn Befragten Zeit draußen oder widmen sich einem Hobby. Ähnlich viele treffen sich mit der Familie oder Freunden. Auch das Kochen oder Essengehen nutzen viele zum Stressabbau. Und während Männer eher mal ein Glas Wein oder ein Bier trinken, gehen Frauen eher shoppen.

Befragung zu Stresserleben bei 1.407 Menschen ab 18 Jahren

Aus Sicht der Professorin für Positive Psychologie, Judith Mangelsdorf, sollte mit Blick auf den Nachrichtenkonsum stärker gesteuert und gefiltert werden; ungebremst drohe Überforderung. Für den Report befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse im Mai bundesweit repräsentativ telefonisch 1.407 Menschen ab 18 Jahren zu ihrem Stresserleben.

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