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TU Chemnitz entzieht Mario Voigt den Doktortitel

Die Technische Universität Chemnitz hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt den Doktortitel aberkannt. Eine entsprechende Information der Hochschule machte der CDU-Politiker am Mittwoch öffentlich. Das Plagiatsverfahren war im August 2024 eingeleitet worden.

Ausgangspunkt des Verfahrens sind laut einer von Voigt beauftragten Anwaltskanzlei Textstellen, die 2,58 Prozent des Gesamttextumfangs der Dissertation betreffen. Dabei würden die Vorwürfe überwiegend keine angeblich ungekennzeichneten Übernahmen im Sinne von Plagiaten betreffen. Hauptsächlich werde Voigt vorgeworfen, er habe von ihm zitierte Quellen nicht im Original ausgewertet, sondern blind aus Sekundärliteratur übernommen.

Voigt selbst kündigte in einer von der Thüringer Staatskanzlei versendeten „Persönlichen Erklärung“ an, gegen die Entscheidung der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht zu erheben. Er halte die Entscheidung der Universität für nicht nachvollziehbar. Ein von der Universität Chemnitz selbst beauftragtes externes Gutachten sei bereits im Februar 2025 zu dem Ergebnis gekommen, dass Voigts Dissertation eine eigenständige wissenschaftliche Leistung darstelle und die Voraussetzungen für einen Entzug des Doktorgrades nicht vorliegen würden.

Der studierte Politikwissenschaftler Voigt wurde im Jahr 2008 mit der Doktorarbeit „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry“ promoviert. Seit 2017 ist er Professor für Digitale Transformation und Politik an der Quadriga Hochschule Berlin.