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CO2-Preise: VdK fordert Unterstützung für Geringverdiener

Zum 1. Januar steigen die CO2-Preise für fossile Brennstoffe. Der Sozialverband VdK warnt vor den Folgen für einkommensschwache Haushalte.

Der Sozialverband VdK setzt auf eine gezielte Förderung von E-Mobilität
Der Sozialverband VdK setzt auf eine gezielte Förderung von E-MobilitätImago / Photothek

Angesichts steigender CO2-Preise fordert der Sozialverband VdK eine gezielte Entlastung von Geringverdienern. „Während Haushalte mit höheren Einkommen die steigenden CO2-Preise vergleichsweise leichter tragen oder durch Umstieg auf klimafreundliche Alternativen kompensieren können, trifft die Belastung kleine Einkommen deutlich härter“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Menschen mit geringen finanziellen Ressourcen verfügten häufig nicht über die nötigen Mittel, um beispielsweise auf ein E-Auto umzusteigen.

Nötig sei ein „sozial gerechtes Klimapaket“, betonte Bentele. Dazu gehöre die gezielte Förderung von E-Mobilität, die untere Einkommensgruppen beim Umstieg auf E-Autos etwa durch eine Kaufprämie unterstütze. Zudem brauche es einen zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr, ein preisstabiles Deutschlandticket sowie ein bundesweites Sozialticket als echte Alternative zum eigenen Auto.

Steigende CO2-Preise: VdK will gestaffeltes Klimageld

Um die Energiepreise beim Heizen von Wohnungen zu senken, sollte es eine sozial gestaffelte Förderung für die Sanierung von Gebäuden geben, fügte Bentele hinzu. Die VdK-Präsidentin sprach sich zudem dafür aus, die Überlegungen für ein sozial gestaffeltes Klimageld wieder aufzugreifen. Eine solche Kompensationszahlung hatte die Ampel-Koalition in der vergangenen Legislatur angekündigt, aber schließlich nicht umgesetzt.

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen ab kommendem Jahr einen höheren CO2-Preis auf Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel zahlen. Ab dem 1. Januar wird pro Tonne Kohlendioxid ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro eingeführt.