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Regensburg erinnert mit besonderem Projekt an Holocaustopfer

Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar hat die Stadt Regensburg zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen. Bei dem Gedenken an die sechs Millionen ermordeten Juden, an die Zwangsarbeiter, an politisch Verfolgte und die vielen anderen Opfer des Nationalsozialismus stehe ein besonderes Projekt im Zentrum, teilte die Stadt Regensburg am Dienstag mit.

Es trägt den Titel „Widerständige Menschen gegen das NS-Regime in und um Regensburg“. Dabei würden Nachkommen der zweiten und dritten Generation von Verfolgten und Ermordeten verschiedener Opfergruppen über das Leben und Leiden ihrer Verwandten berichten. Durch ihre persönlichen Beiträge könnten die Folgen und Auswirkungen für die Familien und darüber hinaus bis in die Gegenwart deutlich werden.

Das Grußwort spreche Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD), danach folgten Redebeiträge der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Regensburg, Ilse Danziger, sowie vom katholischen Dekan Roman Gerl als Vertreter der christlichen Kirchen. Das Gedenken findet um 19 Uhr in der Aula der Städtischen Berufsschule II statt.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations- und Todeslager Auschwitz-Birkenau. Auf dem Gelände befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch etwa 7.000 Menschen. Mehr als eine Million Menschen wurden dort zwischen März 1942 und November 1944 ermordet. Auschwitz symbolisiert wie kein anderer Ort die Verbrechen der Nationalsozialisten. Der Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar gelegt. (0177/20.01.2026)