Artikel teilen:

Polizei beendet Rechtsrock-Konzert in Gelsenkirchen

Die Polizei und die Stadt Gelsenkirchen haben am Samstagabend ein illegales Rechtsrock-Konzert in einer Kleingartenanlage beendet. Aufgrund vorliegender Erkenntnisse über eine mögliche rechtsradikale Ausrichtung der Veranstaltung hätten Einsatzkräfte von Stadt und Polizei das Konzert mit 78 Besucherinnen und Besuchern abgebrochen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Es seien CDs mit mutmaßlich rechtsradikalen Inhalten sichergestellt und mehrere Strafverfahren eingeleitet worden, unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Die Stadt Gelsenkirchen kündigte an, sie wolle prüfen, ob die Veranstaltung mit dem Vereinsrecht des Kleingartenvereins vereinbar ist und die Räumlichkeiten entgegen der Konzession genutzt wurden.

„Die Verherrlichung der deutschen nationalsozialistischen Vergangenheit bekommt bei uns keine Bühne“, erklärte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nach dem gemeinsamen Einsatz von Polizei und Stadt. „In Gelsenkirchen darf kein Platz sein für Menschenfeindlichkeit – egal aus welcher Ecke“, unterstrich auch Oberbürgermeisterin Karin Welge (SPD).