Die Zahl der Frauen, die sich für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium entscheiden, nimmt zu. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, waren im Studienjahr 2024 im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) 36 Prozent der Studierenden im ersten Fachsemester Frauen. Das ist ein neuer Höchststand. Zehn Jahre zuvor hatte der Frauenanteil in diesem Bereich noch bei 31 Prozent gelegen.
Dabei gibt es jedoch große Unterschiede zwischen den verschiedenen MINT-Fächern: Am höchsten war der Frauenanteil im Studienjahr 2024 in Innenarchitektur (87 Prozent), am niedrigsten in Fahrzeugtechnik (10 Prozent). Insgesamt beginnen etwas mehr Frauen als Männer ein Studium: So lag der Frauenanteil unter allen Studierenden im ersten Hochschulsemester im Studienjahr 2024 bei 52 Prozent.
Informatik als MINT-Fach beliebt bei Frauen
39 Prozent aller Studienanfängerinnen und -anfänger im ersten Fachsemester wählten im Studienjahr 2024 ein MINT-Fach, das waren knapp 318.800 Personen. Die meisten von ihnen begannen ein Studium in Informatik (45.800), gefolgt von Maschinenbau (23.100) und Wirtschaftsinformatik (22.000).Insgesamt ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im ersten Fachsemester im MINT-Bereich zuletzt wieder gestiegen: um 3 Prozent gegenüber dem Studienjahr 2023. Der Anstieg in diesen Fächern fiel damit noch etwas höher aus als bei den Studienanfängerinnen und -anfängern insgesamt: Im Studienjahr 2024 war deren Zahl mit rund 823.900 um 2 Prozent höher als im Studienjahr 2023. Im langfristigen Vergleich ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im ersten Fachsemester in MINT-Fächern allerdings gesunken: Im Studienjahr 2024 waren es 5 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor.Frauen wählen nach wie vor seltener ein #MINT-Studium als Männer. Der Frauenanteil unter den Studienanfänger/-innen im 1. Fachsemester in solchen Fächern ist jedoch mit 36 % im Studienjahr 2024 auf einem Höchststand. Mehr dazu und zu Auszubildenden: https://t.co/jNusNuYsb8 pic.twitter.com/Iyjw3ulssC
— Statistisches Bundesamt (@destatis) January 28, 2026
