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Krebshilfe: Gynäko-Onkologin Schmutzler wird Präsidentin

Die Deutsche Krebshilfe hat eine neue Präsidentin. Die Kölner Gynäkologin und Krebspräventionsforscherin Rita Schmutzler übernimmt das Amt zum 1. Februar von der Violinistin Anne-Sophie Mutter, wie die Krebshilfe am Donnerstag in Bonn erklärte. Schmutzler wurde vom Stiftungsrat und Vorstand für fünf Jahre gewählt.

Sie ist Gynäko-Onkologin und laut der Stiftung wissenschaftliche Pionierin auf dem Gebiet der risikoadaptierten Krebsprävention. Bis 2025 war sie Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln. Mit Blick auf ihre Amtszeit seien ihr die Stärkung der Vernetzung von Versorgungsstrukturen, eine bessere Nutzung von Daten in der Onkologie und der Bereich Krebsprävention besonders wichtig, sagte Schmutzler.

Schmutzler wurde 1958 geboren und studierte Humanmedizin an der Universität Bonn, wo sie 1984 auch promovierte. An der Uni Bonn baute sie ab 1994 das Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Frauenklinik auf und leitete es. 1997 habilitierte sie im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe. 2003 nahm Schmutzler eine Professur für Molekulare Gynäko-Onkologie an der Universität zu Köln an. Dort baute sie das deutschlandweit größte Zentrum für erblichen Brust- und Eierstockkrebs auf. Sie hat viel geforscht und wurde mit verschiedenen Preisen geehrt. Im vergangenen Oktober wurde sie emeritiert.