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Kirche in Italien startet Olympia-Initiative – “For Each Other”

Im Februar beginnen in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Olympischen Winterspiele. Die katholische Kirche beteiligt sich mit einer besonderen Initiative.

Begleitend zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2026 in Italien startet die katholische Erzdiözese Mailand am Donnerstag die Initiative “For Each Other”. Das Programm dauert bis Mitte März – und soll für Athleten, Delegationen sowie Besucher abseits der Wettbewerbe Räume für Stille, Gebet und Begegnung schaffen. Die Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo selbst dauern vom 6. bis 22. Februar sowie vom 6. bis 15. März.

Zum Auftakt der Initiative wird am Donnerstag bei einem Gottesdienst das “Kreuz der Sportler” an die Erzdiözese übergeben. Es wurde 2013 von Papst Franziskus gesegnet und ist seither in den Diözesen der jeweiligen olympischen Gastgeberstädte präsent. Den Eröffnungsgottesdienst wird der Mailänder Erzbischof Mario Delpini leiten; Schauplatz ist die Basilika San Babila im Stadtzentrum der norditalienischen Metropole. Die Kirche aus dem 11. Jahrhundert dient während der Winterspiele als “Kirche der Athleten”.

Geplant sind regelmäßig stattfindende Gottesdienste in mehreren Sprachen für internationale Gäste. Darüber hinaus sind in mehreren Pfarreien Veranstaltungen geplant, die sich an olympischen Werten wie Freundschaft und Respekt orientieren. Vorgesehen sind etwa Ausstellungen, Gespräche mit Sportlern sowie Bildungsangebote für Jugendliche. Ehrenamtliche begleiten Besucher außerdem auf thematischen Rundgängen zu bedeutenden Kirchen im historischen Zentrum Mailands.

Mitgetragen wird das Projekt von der vatikanischen Bildungs- und Kulturbehörde. Präfekt Kardinal José Tolentino de Mendonça betonte die Rolle der Kirche bei der Förderung eines fairen und verantwortlichen Sports. Die Kirche wolle den Wert des Wettbewerbs nicht in Frage stellen, aber dazu beitragen, dass er nicht von Individualismus geprägt sei, sondern auf das Gemeinwohl hin ausgerichtet.