Die unabhängige Bundesbeauftragte gegen Missbrauch, Kerstin Claus, dringt auf eine Sicherung des Fonds Sexueller Missbrauch. „Man kann auf diesen Fonds nicht verzichten“, sagt Claus der Frankfurter Rundschau. Er müsse zum einen auf eine sichere rechtliche Grundlage gestellt und zum anderen finanziell ausreichend ausgestattet werden.
Über den 2013 gegründeten Fonds bekommen Opfer sexueller Gewalt Hilfen, die über das reguläre Sozialsystem kaum oder nur auf kompliziertem Wege möglich sind. Im März wurde bekannt, dass dies Unterstützung auslaufen soll. Hintergrund ist Kritik des Bundesrechnungshofs an dem Fonds, aus dem Hilfen oftmals ohne klare zeitliche Vorgaben ausgezahlt werden. Zudem können wegen eines erhöhten Antragsaufkommens nur noch bis zum 19. März dieses Jahres eingegangene Erstanträge bewilligt werden.
