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Isabell Beer und Isabel Ströh sind “Journalistinnen des Jahres 2025”

Die Autorinnen Isabell Beer und Isabel Ströh sind von der Fachzeitschrift „medium magazin“ als „Journalistinnen des Jahres 2025“ ausgezeichnet worden. Beer und Ströh recherchieren gemeinsam zum Themenkomplex sexualisierte Gewalt im Internet, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Für das NDR/funk-Format „STRGF“ bereits den Grimmepreis.

Auf den Plattformen würden sich Nutzer darüber austauschen, wie Frauen unbemerkt betäubt und vergewaltigt werden können, hieß es. Ihre Belege stellten Nutzer ebenfalls auf öffentlichen Plattformen zur Schau.

„Beer und Ströh verbinden investigative Recherche, gesellschaftliche Analyse und die Perspektive der Betroffenen zu einem eindrucksvollen Gesamtbild über die Herausforderungen beim Kampf gegen sexualisierte Gewalt im Netz. Ihre Arbeit zeichnet sich durch außergewöhnlich mutige, beharrliche und sorgfältige Recherchen aus“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Die beiden Journalistinnen „dokumentierten erstmals Strukturen und Methoden eines ganzen Systems, das unter dem Radar der Öffentlichkeit wachsen konnte – und machten das Unsichtbare sichtbar“. Das habe zu intensiven öffentlichen und politischen Debatten weit über Deutschland hinaus geführt.

Isabell Beer (geboren 1994) arbeitet als Investigativ-Journalistin für „STRGF“ und „Panorama“ (ARD). Sie studierte Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften in Kiel und volontierte beim NDR.

Das „medium magazin“ vergibt den undotierten Preis „Journalistinnen und Journalisten des Jahres“ seit 2004.