Für die Ermordung der rund sechs Millionen Jüdinnen und Juden durch NS-Deutschland werden zwei Begriffe oft synonym verwendet: Holocaust und Schoah. Nach Angaben der weltweit größten Gedenkstätte dieses Völkermords, Yad Vashem in Israel, setzte sich der Begriff des Holocaust in Deutschland ab 1979 durch. In der ARD wurde damals die vierteilige Fernsehserie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“ (USA 1978) ausgestrahlt.
Der Begriff entstammt dem griechischen Wort „holocauston“ und bedeutet „Brandopfer“, wörtlich übersetzt „ganz verbrannt“. Yad Vashem weist darauf hin, dass das Symbol des Brand- oder Sühneopfers insofern zwiespältig ist, da der Massenmord keine religiöse oder kultische Handlung war. Wegen des ursprünglich christlichen Hintergrundes verwenden Juden oft den Begriff Schoah.
Schoah kommt demnach aus dem Hebräischen und bedeutet „Katastrophe“. Generell wird mit beiden Begrifflichkeiten meist die Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Europa unter den Nationalsozialisten gemeint. Manchmal werden bei der Verwendung des Begriffs Holocaust auch Ermordete anderer Gruppen, wie Sinti und Roma, mitgemeint.