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Hochdruckwetter erhöht Feinstaubwerte in Sachsen-Anhalt

Die Feinstaubbelastung der Luft in Sachsen-Anhalt ist durch das Hochdruckwetter der vergangenen Tage gestiegen. Entsprechend zeigen die Messungen des Lufthygienischen Überwachungssystems Sachsen-Anhalt (Lüsa) landesweit „deutlich erhöhte Werte“, teilte das Landesamt für Umweltschutz in Halle (Saale) am Montag mit. An fast allen Messstationen sei der EU-Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft zum Ende der Vorwoche an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten worden.

„Den höchsten Wert in Sachsen-Anhalt verzeichnete Bernburg mit 101 Mikrogramm pro Kubikmeter, gefolgt von Stendal und Halle mit jeweils knapp 100 Mikrogramm“, sagte Sprecherin Ines Wahl. Selbst an abgelegenen Stationen wie der Waldmessstation Zartau in der westlichen Altmark (67 µg/m³) oder in Friedrichsbrunn im Harz (71 µg/m³) wurde der Grenzwert überschritten.

Die aktuelle Luftbelastung werde „durch die Hochdruckwetterlage, schwachen Wind und ausgeprägte Temperaturinversionen, bei denen kühlere Luft am Boden von wärmeren Luftschichten überlagert wird“, verursacht. Autoabgase und Heizungen mit Festbrennstoffen würden die Luftqualität weiter verschlechtern, hieß es. Andererseits hätten die Niederschläge in der Nacht zum Montag die Feinstaubwerte deutlich gesenkt. „Je nach Wetterentwicklung muss jedoch in den kommenden Tagen mit weiteren Überschreitungen und anhaltend hoher Belastung gerechnet werden“, ergänzte Wahl.