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Hessische Polizei durchsucht 68 Wohnungen

Die hessischen Strafverfolgungsbehörden sind mit einem großangelegten Einsatz gegen Kindes- und Jugendmissbrauch sowie kinder- und jugendpornografische Inhalte vorgegangen. Vergangene Woche seien 68 Wohnungen durchsucht und Ermittlungen gegen 65 Beschuldigte eigeleitet worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Bei den Durchsuchungen hätten die Beamten mehr als 400 Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet und auf weitere Ermittlungsansätze geprüft würden. Die Beschuldigten – allesamt Männer – seien zwischen 14 und 72 Jahre alt. Ihnen werde überwiegend Herstellung, Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie zur Last gelegt.

In 15 Fällen stehe zudem der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Raum. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen stünden die Beschuldigten untereinander nicht im Austausch. Zehn Beschuldigte seien im Anschluss an die Durchsuchung zur Vernehmung mit auf die nächstgelegene Dienststelle genommen und ein Haftbefehl vollstreckt worden.

Nach Angaben der Behörden fanden die Durchsuchungen in den Städten Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Hanau, Kassel, Wiesbaden und in 19 weiteren hessischen Landkreisen statt. Zusätzlich habe die Polizei eine Durchsuchungsmaßnahme in Rheinland-Pfalz und eine weitere in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.