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Friedenspreis Dresden für Klementyna Suchanow

Der Friedenspreis Dresden geht in diesem Jahr an die polnische Schrifstellerin, Journalistin und Frauenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow. Sie habe seit 2016 in Polen Zehntausende Menschen für Meinungsfreiheit, gegen den Abbau des Rechtsstaats und das faktische Abtreibungsverbot auf die Straße gebracht, teilten die Organisatoren am Dienstag mit. 2023 erschien ihr Buch „Das ist Krieg – Die geheimen Strategien radikaler Fundamentalisten zur weltweiten Abschaffung der Menschenrechte“.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis werde am 12. April in der Dresdner Semperoper an Suchanow verliehen. Die Laudatio hält der ehemalige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spricht ein Grußwort.

Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung durch Auftritte des polnischen Jazzpianisten Dominik Wania und des Rappers Juse Ju. Der Friedenspreis geht auf eine private Initiative zurück und wird von der Klaus Tschira Stiftung gefördert.

Die Preisträgerin zeigte sich „extrem überwältigt“, sie habe nie in ihrem Leben mit so einer Ehrung gerechnet. Die 1973 geborene Suchanow lebt in Warschau und hat eine Tochter.