Ex-Gefängisseelsorger wegen Drogenschmuggels verurteilt

Döner als Drogenversteck: Ein Seelsorger wollte Häftlingen helfen – und brach das Gesetz. Nun verurteilte ihn ein Gericht zu einer Geldstrafe.
Ex-Gefängisseelsorger wegen Drogenschmuggels verurteilt
Döner als Drogenversteck: Ein Seelsorger wollte Häftlingen helfen - Imago / Bihlmayerfotografie
Wegen des Schmuggels von Drogen in eine Justizvollzugsanstalt ist ein früherer Gefängnisseelsorger zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Schöffengericht am Amtsgericht Geilenkirchen verhängte 150 Tagessätze zu je 60 Euro gegen den 68-Jährigen. Ein Gerichtssprecher bestätigte auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) einen entsprechenden Bericht der "Aachener Zeitung". Der Theologe hatte demnach vor rund dreieinhalb Jahren versucht, mit Haschisch und kleinen Handys präparierte Döner in die JVA zu bringen. Vor Gericht räumte er ein, die Vorschriften gekannt zu haben. Er habe jedoch das Vertrauen jugendlicher Häftlinge gewinnen wollen und sich dabei als Kurier für Lebensmittel zur Verfügung gestellt. Die verbotenen Gegenstände seien ihm zuvor von Unbekannten auf einem Parkplatz übergeben worden.

Bistum Aachen reagierte mit Kündigung

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann Besitz von Betäubungsmitteln hatte und Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Drogen in nicht geringer Menge leistete. Die Staatsanwaltschaft hatte eine entsprechende Geldstrafe beantragt. Das zuständige Bistum Aachen hatte dem Seelsorger wenige Tage nach dem Bekanntwerden des Vorfalls fristlos gekündigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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