Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Kunst- und Kulturpreis 2025 der Sparkassen-Stiftung Mecklenburg-Schwerin ist am Mittwoch in Schwerin zu gleichen Teilen an Sabine Klemm, den Bildhauer Nando Kallweit und den Künstler Tino Bittner verliehen worden. Sabine Klemm ist Initiatorin und Sprecherin der Stolperstein-Initiative Schwerin, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Diese Initiative spiele seit vielen Jahren eine zentrale Rolle in der lokalen Erinnerungskultur, hieß es. In der Landeshauptstadt erinnerten derzeit 98 Steine sowie eine Stolperschwelle an Menschen, die während der NS-Zeit aus Schwerin vertrieben, deportiert oder ermordet wurden.
Nando Kallweits Arbeiten im öffentlichen Raum befinden sich den Angaben zufolge teils an prominenten Orten und „sind im besten Sinne des Wortes Kunst für alle“. Dazu gehören auch die drei roten Frauenfiguren „Stolz, Wehrhaftigkeit und Fruchtbarkeit“ am Ufer des Ostorfer Sees und der Drache „Nandolino“ am Südufer des Pfaffenteichs. Tino Bittner zeige mit dem Fassadenprojekt „Aller Hand“, wie Kunst moderne und historische Elemente miteinander verbindet. Seine Wandbilder wirkten „als ästhetische Fixpunkte im Stadtraum“.