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Die Hamburger Hauptkirche St. Jacobi

Die Hamburger Hauptkirche St. Jacobi ist ab Mitte des 14. Jahrhunderts als dreischiffige Hallenkirche im gotischen Stil errichtet worden. In ihrer rund 600-jährigen Geschichte wurde sie mehrfach erweitert und saniert.

Der Sakristeianbau stammt aus dem Jahr 1438 und ist heute das einzige Zeugnis gotischer Profanarchitektur in der Hansestadt.

Erst in den 1580er Jahren ist auf den Turmschaft ein erster Helm gebaut worden. Der Turm musste aufgrund von Problemen durch das Gewicht 1810 abgerissen werden. Erst 1826/27 konnten die Gelder für einen neuen Turm mit hölzernem Turmhelm aufgebracht werden, den die Hamburger aufgrund seiner spitzen Form „Bleistift“ tauften.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges fing der Turm bei der Bombardierung Hamburgs am 18. Juni 1944 Feuer und stürzte in das Kirchenschiff. Bis 1963 ist St. Jacobi nach mittelalterlichem Vorbild, mit einem modernen Turmhelm, wieder aufgebaut worden.

St. Jacobi ist als Pilgerkirche und Ort von Kunst und Kirchenmusik weit über Hamburg hinaus bekannt.