Die DGB-Jugend Bayern hat einen massiven Ausbau von Azubi-Wohnheimen gefordert. Ausbildung dürfe kein Armutsrisiko sein, hieß es in einer auf der 23. Ordentlichen Bezirkskonferenz des DGB Bayern verabschiedeten Resolution, die sich an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und die Staatsregierung richtet.
Anlass ist eine Umfrage der DGB-Jugend vom November 2025 mit über 800 Auszubildenden: Azubis zahlen im Schnitt 550 Euro Miete und 100 Euro für Mobilität bei knapp 1.000 Euro netto Einkommen. Fast 70 Prozent wohnen bei den Eltern aus finanzieller Not.
Eine Pestel-Studie bestätigt den Mangel von 233.000 Wohnungen in Bayern bis Ende 2024; bis 2030 könnten es 470.000 werden. „Hohe Mieten und niedrige Vergütungen machen Ausbildung zu einem Kraftakt“, sagte Bezirksjugendsekretärin Anna Gmeiner laut Mitteilung vom Samstag. Sie forderte öffentliche Investitionen und die Nutzung des Bundesprogramms „Junges Wohnen“. (0239/24.01.2026)