Die Intendantin der Deutschen Welle (DW), Barbara Massing, kritisiert die geplante Etatkürzung für den Auslandssender. Der Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestages setze ein völlig falsches Signal. „Wir brauchen eine zukunftsfeste Finanzierung für die DW und ihre gewachsenen Aufgaben“, sagte Massing der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Zumindest die im Zuge moderater Tarifabschlüsse begründeten Mehrkosten sollten ausgeglichen werden“, fügte sie hinzu.
Ansonsten müsse der Sender weiter schrumpfen. Bereits im vergangenen Jahr habe die Deutsche Welle Einsparungen von 20 Millionen Euro umgesetzt. Gleichzeitig sei der Bedarf an freien Informationen weltweit gestiegen, und die Pressefreiheit stehe immer mehr unter Druck. „Wir dürfen die Menschen, die glaubhafte und vertrauenswürdige Informationen suchen, nicht im Stich lassen“, sagte Massing.
