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“Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde” neu im Kino

Nach zwei erfolgreichen Filmen und einer populären TV-Serie kommt jetzt der dritte Kinofilm um den abenteuerlustigen KiKA-Moderator Tobias Krell, der auf drei Kontinente reist, um das Element Erde zu erforschen.

Auf zum nächsten Element! 2019 hat sich KiKA-Moderator Tobias Krell alias Checker Tobi in seinem ersten Kinofilm “Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten” dem Element Wasser gewidmet, der zweite Film “Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen” drehte sich 2023 um die Luft. Nun steht der dritte Streich an, der um die Erde als Element kreist. Und man darf getrost voraussetzen, dass der angekündigte nächste Teil das Feuer behandeln wird.

Los geht es in “Die heimliche Herrscherin der Erde” damit, dass Tobias Krell und seine Freundin Marina in Tobis Keller aufräumen. Dabei entdecken sie eine alte Video-Cassette mit einer Aufnahme, in der er als achtjähriger Jungfilmer eine Reportage-Show über den Boden moderiert. Darin stellt er seine erste Checker-Frage: “Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich?”

Leider bricht das Band an der entscheidenden Stelle ab. Der erwachsene Tobi kann sich an die Antwort nicht mehr erinnern. Als sein kindliches Alter Ego vor ihm steht und ihn fragt, ob er ein langweiliger Erwachsener sein wolle, fühlt sich Tobi in seiner Checker-Ehre angegriffen und bricht auf, um die Antwort zu suchen. Die Reise führt ihn nach Madagaskar, Norwegen und Mexiko. In den drei Ländern trifft er Freundinnen und Freunde sowie Fachleute, die ihm zum Beispiel erklären, wie fruchtbarer Boden entsteht.

In Madagaskar etwa lernt er mit Hilfe einer Biologin endemische Tier- und Pflanzenarten wie Lemuren, Tausendfüßler und Baobab-Bäume kennen und erfährt, dass die Einheimischen die Baobabs “Wächter der Erde” nennen, weil sie mit ihrem hohen Wassergehalt selbst Feuerbrünste überstehen können. Nachdem Einwohner früher viele Wälder niedergebrannt haben, um Ackerland zu gewinnen, machen sich nun die schweren Folgen bemerkbar und einige Aktivisten beginnen mit der Wiederaufforstung.

Tobi bringt Saatgut von der afrikanischen Insel in den Norden Norwegens, wo es in einem Tunnel im Permafrostboden Spitzbergens eingelagert wird. Weil im “Svalbard Global Seed Vault” seit 2008 das Saatgut aller irdischen Nutzpflanzen aufbewahrt wird, gilt das Permafrost-Depot als “der wichtigste Ort der Erde”. Außerdem besucht der unermüdliche Forscher dort das letzte Steinkohlebergwerk Norwegens, das bald geschlossen wird, um das Klima zu schonen. Und er erfährt von dem deutschen Geologen Malte Jochmann, dass wegen der steigenden Erderwärmung auch auf Spitzbergen schon ein Gletscher weggeschmolzen ist.

Da Tobi eine Antwort auch im hohen Norden nicht gefunden hat, versucht er es in Mexiko, das er immer schon besuchen wollte. Dort hilft er den Mayas, die seit jeher versuchen, im Einklang mit der Mutter Erde zu leben, bei der Maisernte und assistiert dem Archäologen Nicolaus Seefeld bei Ausgrabungen in einer Indigenen-Siedlung. Aber erst, als er auf eine Maya-Pyramide klettert, sieht er klarer, wie die Antwort auf seine alte Frage lauten muss.

Regie bei diesem dritten Kinofilm führt erstmals Antonia Simm, die schon einige Ausgaben des TV-Formats realisiert hat. Wie die beiden ersten “Checker Tobi”-Filme punktet auch ihre Inszenierung mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, etwa wenn die Kamera über die endlosen Schneefelder auf Spitzbergen schwenkt oder aus der Vogelperspektive auf die Felsspitzen in Madagaskar herabschaut. Aber auch die Tieraufnahmen, etwa von Lemuren oder einem Chamäleon, bieten hohe Schauwerte.

Wie in den beiden Vorgängerfilmen liefern animierte Sequenzen kindgerechte visuelle Erklärungen zu einzelnen Naturphänomenen. So macht eine Knet-Animation anschaulich, wie sich die Insel Madagaskar einst vom afrikanischen Kontinent getrennt hat und sich deshalb dort Arten bilden konnten, die es nirgendwo sonst gibt.

Auch dieses Mal spielt der 1986 geborene Reporter und Moderator die Stärken aus, die man aus seiner 2013 gestarteten KiKA-Sendung kennt: Neugier und Charme. Mit kindlichem Entdeckerdrang befasst er sich in dem populären und mehrfach ausgezeichneten TV-Format, von dem es inzwischen knapp 180 Folgen gibt, mit allen möglichen Wissensfragen.

Sympathisch wirkt, wie uneitel der TV-Star diesmal auftritt: In Norwegen nimmt er klaglos hin, dass er das als Hochsicherheitseinrichtung deklarierte Depot nicht betreten darf. Im aktuellen Film belässt es Krell allerdings nicht beim Wissenserwerb, sondern schlägt eine Brücke zum Lebensalltag der jungen Zielgruppe: Sie soll ihre Erkenntnisse über die Schutzbedürftigkeit unserer Erde auch in konkrete Taten umsetzen.