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Care fordert mehr Unterstützung für ukrainische Zivilbevölkerung

Die Hilfsorganisation Care mahnt mehr internationale Unterstützung der ukrainischen Zivilbevölkerung vor russischen Angriffen an. „Das Leid der Zivilbevölkerung in der Ukraine übersteigt inzwischen unsere schlimmsten Befürchtungen. Nacht für Nacht werden Energie- und Heizsysteme angegriffen – gezielt jene Infrastruktur, die Menschen am dringendsten brauchen, um bei eisigen Temperaturen zu überleben“, sagte der Care-Länderdirektor in der Ukraine, Michael McGrath, am Dienstag laut Care Deutschland in Bonn.

Die Zivilbevölkerung friere bei minus 20 Grad Celsius, Strom, Wärme und Wasser würden durch die russischen Attacken „systematisch lahmgelegt“. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Behinderungen und Familien auf der Flucht. Die Ukraine habe den Notstand im Energiesektor ausgerufen. Viele Menschen bekämen nur noch bis zu fünf Stunden Strom pro Tag. Care und ukrainische Partner leisteten Nothilfe, unterstützten beim Schutz besonders gefährdeter Gruppen und böten psychosoziale Betreuung an.

Die Zivilbevölkerung bezahle derzeit „den höchsten Preis dieses Krieges“, hieß es. Deshalb dürfe die internationale Gemeinschaft nicht wegsehen. „Sie muss ukrainische Familien entschlossen unterstützen und unmissverständlich klarstellen, dass der Schutz von Zivilpersonen und ziviler Infrastruktur keine Option ist, sondern eine grundlegende Verpflichtung des humanitären Völkerrechts und eine moralische Notwendigkeit“, betonte McGrath.