“Sondervermögen” wurde zum “Unwort des Jahres” gekürt. Der Regierungssprecher verweist indes darauf, dass dieser Begriff bereits in den 1950er Jahren verwendet worden sei.
Die Bundesregierung will an dem Begriff “Sondervermögen” festhalten. Man nehme die Sprachkritik zur Kenntnis und verweise auf die grundgesetzliche Verankerung des Begriffs, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin.
Am Dienstag war das Wort “Sondervermögen” als “Unwort des Jahres” ausgezeichnet worden. Die Sprachexperten und -expertinnen kritisierten den Begriff, weil er Fakten verschleiere und manipulativ wirke. Verständlichkeit und Aufrichtigkeit würden hinsichtlich der aufgenommenen enormen Schulden vermieden.
Kornelius betonte, er wolle die Auszeichnung nicht weiter kommentieren. Der Begriff “Sondervermögen” habe eine gewisse Selbstständigkeit erfahren. Es handele sich aber nicht um eine grundsätzlich neue Konstruktion. Das Grundgesetz sehe die Einführung des Begriffs vor. Dieser sei bereits in den 1950er Jahren verwendet worden.