Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat das Ende der Finanzierung einer freiwilligen Teilnahme an Integrationskursen verteidigt. Das Bundesinnenministerium führe die Kurse damit „wieder auf ihren eigentlichen Auftrag zurück“, sagte ein Sprecher des Bundesamts dem Evangelischen Pressedienst (epd). Gefördert würden vor allem Menschen, „die bleiben werden“, ergänzte er. Zudem reagiere man damit auf die reduzierten Migrationszahlen, senke Ausgaben und gleichzeitig „Fehlanreize“ und setze Prioritäten.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte den Trägern von Integrationskursen mitgeteilt, dass „bis auf Weiteres“ keine Teilnehmer mehr zugelassen werden, für die der Kurs nicht verpflichtend ist. Das betrifft Asylbewerber im Verfahren, Geduldete, Migranten aus der EU sowie Flüchtlinge aus der Ukraine. Begründet wird die Beschränkung in dem Schreiben mit den Kosten für die Kurse. Die Entscheidung sorgte für heftige Kritik.
