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BR bezieht neues ARD-Studio in Tel Aviv

Das vom Bayerischen Rundfunk (BR) verantwortete ARD-Studio in Tel Aviv hat einen neuen Standort in der israelischen Stadt bezogen. Die technische Ausstattung biete optimale Bedingungen für die crossmediale Berichterstattung in Radio, Fernsehen und Digitalangeboten, teilte der BR am Freitag in München mit. Das Studio in Tel Aviv gibt es seit 60 Jahren. Der neue Standort setze „Maßstäbe für modernen, vernetzten Auslandsjournalismus“, sagte BR-Intendantin Katja Wildermuth.

Das neue Studio sei „unser Anker in einer Region, in der sich die Ereignisse oft überschlagen“, so Wildermuth. Die journalistische Arbeit in dieser komplexen Gemengelage zeige exemplarisch, worauf es heute mehr denn je ankomme: „auf Raum für Hintergründe, Kontextualisierung, Differenzierung und Reflexion. Darauf, rauszugehen, vor Ort zu recherchieren und mit Menschen zu sprechen, dranzubleiben an den Geschichten.“ Das unterscheide „reporter intelligence“ von „artificial intelligence“ und sei „ein zentraler Wert unseres öffentlich-rechtlichen Qualitätsjournalismus“.

Herzstück des neuen Standorts sind laut BR vier mit neuester Technik ausgestattete Arbeitsplätze für die Korrespondenten. Für Aufzeichnungen sei ein Greenscreen vorhanden.

Mit dem Einzug hat der BR zwei bisherige Standorte aufgelöst. Seit 1966 ist der Sender verantwortlich für die ARD-Berichterstattung aus der Region. Bislang waren TV- und Radio-Studio in Tel Aviv in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Diese hatten zuletzt Sicherheitsauflagen nicht mehr erfüllt, zudem waren technische Geräte wie Schnittplätze veraltet.

Knapp zwei Jahre nahmen Planung und Umbau des neuen Studios in Anspruch – inmitten des Kriegszustands und geprägt von zahlreichen Herausforderungen. Studioleiter Christian Limpert verabschiedet sich demnächst turnusgemäß, die Nachfolge zum 1. März übernimmt Björn Dake. (0317/30.01.2026)