Weihnachten ist nach den Worten des schaumburg-lippischen Landesbischofs Oliver Schuegraf Gottes Antwort auf die Sehnsucht nach Heimat, Zukunft und Frieden. „In Bethlehem, in einem einfachen Stall, wurde ein Kind geboren – und mit ihm die Erfüllung all der alten Verheißungen“, sagte Schuegraf laut Redemanuskript in der Christvesper an Heiligabend in der Stadtkirche in Bückeburg.
Die Welt sei oft alles andere als heimelig und friedlich, sagte der evangelische Theologe. Umweltkatastrophen, Kriege, Obdachlosigkeit und Streit in der Familie bestimmten vielerorts das Leben der Menschen. Doch Gott sei nicht fern. „Gott ist da, mitten im Stall.“ Er komme zu den Schwachen und Verlorenen, „in unsere Unruhe, in unsere Konflikte, in unsere menschliche Angst.“
Veränderung beginne dort, wo Menschen Gottes Weg der Liebe und Empathie folgten, führte Schuegraf aus. Als Beispiele nannte er eine unerwartete Versöhnung zwischen Mutter und Tochter sowie Hilfsangebote für Obdachlose in Stadthagen. Verhalten hoffnungsvoll zeigte sich der Landesbischof zudem mit Blick auf die jüngsten diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs.