Die in Weimar geborene Musikwissenschaftlerin Beate Agnes Schmidt übernimmt ab Februar die Geschäftsführung des Vereins Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (MBM). Schmidt tritt damit die Nachfolge von Christina Siegfried an, die seit 2009 die MBM geprägt und das Heinrich Schütz Musikfest als Intendantin zu einem überregional beachteten Festival entwickelt habe, sagte Präsident Carsten Lange am Montag in Magdeburg.
Schmidt sei eine ausgewiesene Kennerin der mitteldeutschen Musik- und Kulturgeschichte des 17. und frühen 18. Jahrhunderts, die der Region verbunden sei und „sich ihrem komplexen Aufgabenfeld mit spürbarem Elan und kreativem Gestaltungswillen widmen“ werde. Zu ihrer neuen Aufgabe sagte Schmidt: „Die Mitteldeutsche Barockmusik steht für eine in Deutschland einzigartige Musiklandschaft.“ Sie freue sich darauf, „diese Musik an ihren authentischen Orten zu stärken und gemeinsam mit einem großen, engagierten Netzwerk für ein breites Publikum lebendig zu machen“.
Nach ihrer Promotion zur Musik in Goethes Faust war Beate Schmidt mehr als zwei Jahrzehnte als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin an den Hochschulen in Weimar, Jena und Hannover sowie im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar tätig.
Die MBM organisiert und fördert Projekte von „herausragender Bedeutung“ zur „Erforschung, Bewahrung und lebendigen Vermittlung der reichen musikalischen Zeugnisse der mitteldeutschen Kulturlandschaft“. Zudem ist sie Veranstalter des Heinrich Schütz Musikfests als überregional ausgerichtetem Dreiländer-Festival.