Auf dem Gelände des Museumsquartiers Osnabrück soll eine Installation auf Alltagsrassismus aufmerksam machen. Der Flüchtlingshilfeverein „Exil“ hat unter dem Titel „Spaltung der Realitäten“ drei großformatige Banner aufgestellt, die Zitate und Bilder von Geflüchteten zeigen, wie der Verein am Dienstag mitteilte. Sie berichteten etwa von rassistischen Beleidigungen nach einem Verkehrsunfall, von Benachteiligung am Arbeitsplatz oder davon, auch nach Jahrzehnten in Deutschland noch als fremd markiert zu werden.
Die Banner sollten Menschen eine Stimme geben, „die hier zu Hause sind und dennoch immer wieder hören müssen, sie gehörten nicht hierher“, erläuterte Exil-Geschäftsführerin Marlene Schriever. Sie seien in einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe entstanden, in der Gespräche mit Betroffenen geführt und deren Perspektiven dokumentiert wurden. Die Installation ist bis zum 14. Februar zu sehen.