Mit einem Strategiepapier zum Mitgliederschwund und rückläufigen finanziellen Möglichkeiten befasst sich die Synode der Evangelischen Landeskirche Anhalts ab Freitag auf ihrer Herbsttagung. Das Kirchenparlament der kleinsten evangelischen Landeskirche in Deutschland berät bis Samstag in Dessau-Roßlau.
„Zukunftsweisende Ideen erwarten wir vom Strategiepapier, das von einem Ausschuss unserer Synode eingebracht wird“, sagte Präses Andreas Köhn vorab. Dieses Papier solle „die Entwicklung der Landeskirche Anhalts bis 2035 grundlegend transformieren“. Prognosen gehen davon aus, dass Deutschlands kleinste Landeskirche von heute 23.300 auf nur noch 15.000 Mitglieder im Jahr 2035 schrumpft.
Daneben stehen Beschlüsse zum Haushaltsplan der Landeskirche und Beratungen zu Fragen der Friedensethik und dem Umgang mit Extremismus auf der Tagesordnung der Synode. Die Evangelische Landeskirche Anhalts erstreckt sich über 154 Dörfer und Städte zwischen Harz und Fläming in Sachsen-Anhalt mit 210 Kirchengebäuden.
Die Synode ist eines von drei Entscheidungsgremien der Landeskirche und kommt zweimal jährlich zu Tagungen zusammen. Sie besteht aus 33 gewählten Ältesten sowie sechs von der Kirchenleitung berufenen Synodalen. Vorsitzender des Kirchenparlamentes ist Präses Köhn. Kirchenpräsident der Anhaltischen Kirche ist seit 2024 der Theologe Karsten Wolkenhauer.