Etwa zwei Drittel der Menschen in Sachsen stehen in ihrem Alltag oder Berufsleben unter Druck. Laut dem erstmals für Sachsen erstellten Stressreport der Techniker Krankenkasse fühlen sich 64 Prozent der Menschen im Freistaat häufig beziehungsweise manchmal gestresst, wie die Krankenkasse am Mittwoch in Dresden mitteilte. Eine Befragung unter mehr als 1.000 Menschen ergab, dass vor allem jüngere Menschen und Frauen von Stress betroffen sind.
Bundesweit sind laut Report 66 Prozent der Menschen gestresst. Am meisten unter Druck seien Menschen in Berlin und Brandenburg (78 Prozent), hieß es.
In Sachsen geraten 69 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer öfter unter Druck sowie 81 Prozent der 18- bis 39-Jährigen sowie 78 Prozent der 40- bis 59-Jährigen. Menschen, die in Dresden, Leipzig, Chemnitz oder Zwickau wohnen, empfinden laut dem Report häufiger Stress als Menschen in kleineren Orten.
Die häufigsten Stressauslöser bei den Befragten waren demnach die Schule, das Studium oder der Beruf. Zusätzlich führten politische und gesellschaftliche Probleme, wie zum Beispiel die Themen Klimawandel, Kriege oder Inflation sowie die hohen Ansprüche an sich selbst bei über der Hälfte der Befragten zu Stress. Häufige körperliche Symptome der Menschen, die unter Druck geraten, seien Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen sowie Schlafprobleme.
Bei Menschen mit Abitur oder Studium liege der Anteil derjenigen, die häufig oder manchmal extreme Belastung empfinden, höher als bei Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss.