Die Geschichte der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Zions-Gemeinde („Zion German Evangelical Lutheran Church“) beginnt am 2. Dezember 1855. Zwölf deutsche Auswanderer trafen sich mit dem Pastor Friedrich W. T. Steimle in einer kleinen gemieteten Halle in New York. Obwohl es bereits andere protestantische Kirchen in der Gegend gab, einige sogar deutschsprachig, wollte diese kleine Gemeinschaft ihre eigene Kirche gründen.
Schnell wuchs die Gemeinde. Im Mai 1856 zogen sie in eine größere Halle und gab sich den Namen Zionsgemeinde. Im November des gleichen Jahres hatte die Gemeinde dann genug Geld für ein eigenes Gebäude gesammelt: Für 14.500 US-Dollar wurde die Kirche in der Henry Street im New Yorker Stadtteil Brooklyn Heights gekauft, in der die Gemeinde bis heute zu Hause ist.
Das Gebäude war ursprünglich 1839 als niederländisch-reformierte Kirche gebaut worden, wurde aber als Konzerthalle genutzt, bis die Zionsgemeinde das Gebäude am ersten Sonntag im Advent, am 30. November 1856, als Kirche widmete. In den 1880er Jahren wurde die Kirche umfassend renoviert. Es wurde eine gotische Fassade und gotische Einrichtungselemente an Wänden und Decken hinzugefügt. 1901 wurde eine Müller & Abel Orgel mit mehr als 2.400 Pfeifen eingebaut. Es ist die größte Orgel, die je von Müller & Abel gebaut wurde.
Die Kanzel ziert eine Schnitzerei des Bremer Rolands, es gibt Reliefs von Martin Luther und Philipp Melanchthon, von Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt. Einige der Glasfenster wurden 1920 in München gefertigt. Die Kirchengemeinde hat im vergangenen Jahr ihr 170-jähriges Bestehen gefeiert, in diesem Jahr geht es mit der 170-Jahr-Feier ihrer Kirche weiter. Bis heute ist die Kirchengemeinde bestrebt, ihre reiche deutsche Vergangenheit zu erhalten und ihr kulturelles und geistiges Erbe fortzuführen. Regelmäßig finden deutsche beziehungsweise zweisprachige Gottesdienste statt.